
Die Berliner Philharmoniker werden am 13. Oktober, dirigiert von Simon Rattle,
das Werk "Weltethos" uraufführen.
Archivbild (Orchester Eindhoven) via wikimedia
Die Theologie des Tübinger Professors Hans Küng wird vertont. Die Berliner Philharmoniker werden am 13. Oktober, dirigiert von Simon Rattle, das Werk "Weltethos" uraufführen.
[Siehe WELTETHOS ] In der eineinhalbstündigen Komposition für Chor und Orchester hat der britische Komponist Jonathan Harvey die Gedanken des 83 Jahre alten Professors zu den Weltreligionen musikalisch umgesetzt. Das Libretto hat Küng selbst geschrieben. Die Komposition greift musikalische Traditionen aus Buddhismus, Hinduismus, chinesischer Religion, Judentum, Islam und Christentum auf, sagte Küng.
Das Werk bestehe aus sechs Sätzen, die jeweils einem ethischen Prinzip der 1993 verfassten Weltethos-Erklärung zugeordnet sind, teilte Küngs Stiftung Weltethos mit. Küng als maßgeblicher Autor hatte damals die gemeinsamen Werte der großen Weltreligionen betont, die die Basis einer gerechten und gewaltlosen Welt bilden könnten. Details zur Musik verriet Küng noch nicht - die Komposition nehme in ihren sechs Teilen aber die musikalischen Traditionen aus Buddhismus, Hinduismus, chinesischer Religion, Judentum, Islam und Christentum auf.
An der Uraufführung unter Leitung von Simon Rattle sind auch der Rundfunkchor Berlin und ein Kinderchor beteiligt.
Der katholische Priester Hans Küng war ein früher Weggefährte Joseph Ratzingers, gilt aber seit langem als einer seiner erbittertsten Kritiker. 1979 hatten ihm die deutschen Bischöfe die Lehrerlaubnis entzogen.(radio vatikan)
Quelle: dpa
| Küngs Hauptaussagen münden in diesen Thesen:
|
|
* * *
„Gott interessiert es nicht,
ob wir Christen sind, Muslime oder Hindus!
Gott ist kein Christ!“
(Desmond Tutu)
![]()
Desmond Tutu,
südafrikanischer,anglikanischer Erzbischof und
Friedensnobelpreisträger, Foto: wikimedia
| < Zurück | Weiter > |
|---|