Johannes Friedrich am Sonntag bei seiner letzten großen Predigt als bayerischer Landesbischof.
Jahre lang war er Bayerns evangelischer Landesbischof. Am letzten Sonntag ist Johannes Friedrich verabschiedet worden - mit einem Festgottesdienst in München. Offiziell bleibt der 63-Jährige noch bis Ende des Monats im Amt, dann übernimmt der Bamberger Theologieprofessor Heinrich Bedford-Strohm. Foto: epd-bild / Michael McKee
Ökumenische Verdienste gewürdigt
München. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, würdigte Friedrichs Verdienste vor allem auf dem Feld der Ökumene. Den Dialog mit der katholischen Kirche, deren Bischöfen und dem Vatikan habe Friedrich "intensiv gefördert", sagte Schneider beim anschließenden Festakt. Friedrichs Arbeit als Catholica-Beauftragter und später Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands sei auch Teil der ökumenischen Beziehungen der gesamten EKD zur katholischen Kirche gewesen.
Siehe epd-Bericht Von der kirchlichen Schaltzentrale ins Dorfpfarramt:
Wie rote Linien durchzieht das gesamte Berufsleben seine echte Begeisterung für die Ökumene, sein Einsatz gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Er sei entsetzt, «welche bösen Vorurteile» gegenüber Juden es auch heute noch in der Kirche gebe.
Der Ökumenische Kirchentag 2010 in München, für den er zusammen mit Kardinal Reinhard Marx Gastgeber war, sieht Friedrich als einen Höhepunkt seiner Amtszeit. Auch in seinem Abschiedsgottesdienst setzte Friedrich ein deutliches ökumenisches Zeichen: Auf seinen ausdrücklichen Wunsch sorgten der Domchor der Münchner Liebfrauenkirche und der Motetten-Chor der evangelischen Bischofskirche St. Matthäus für die musikalische Gestaltung. Marx nannte Friedrich bei dem Abschiedsgottesdienst einen verlässlichen Freund der Ökumene. epd.
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