Benedikt XVI in Deutschland
Aufsätze zum Papstbesuch
Beim Besuch vonPapst Benedikt XVI. im September 2011 in Deutschland sind Begegnungen mit Politikern, eine Rede im Reichstag, Treffen mit der Evangelischen Kirche Deutschlands, mit Vertretern des Judentums und des Islam vorgesehen.
Die Konrad Adenauer Stiftung hat deswegen Theologen und Politiker um Beiträge gebeten, die sich mit unterschiedlichen Aspekten aus dem Wirken des Papstes beschäftigen.
Die einzelnen Aufsätze (u. a. auch zum Thema Ökumene) können online gelesen werden unter:
www.kas.de/wf/de/33.23196/
In einem ersten Teil werden einige grundsätzliche Themen aufgegriffen, die den Papst bewegen. Zum Thema von Religion und Kirche in modernen säkularen Gesellschaften geht der Bochumer Professor für Neues Testament, Thomas Söding, auf die prophetische Rede ein, mit der Papst, aber auch die Kirche, politisch, sozial engagiert und spirituell orientiert die Stimme in der Öffentlichkeit erhebt. Die Rolle von Religion bestehe darin, Politik zu ermöglichen durch kritische Begleitung und konstruktive Mitarbeit, die vor allem von Laien geleistet werden müsse, um zu einer gerechten Gesellschaft beizutragen. In der Verhältnisbestimmung von Religion und Politik hebt er auf Grenzen der jeweiligen Bereiche ab, die nicht vermischt werden sollten, etwa in Richtung einer Zivilreligion, die aber unbedingt im Gespräch sein sollten.
Im zweiten Teil beschäftigen sich dreizehn Politiker unter verschiedenen Aspekten, die mit dem Wirken des Papstes verbunden sind, mit aktuellen Herausforderungen.
Alle Beiträge wollen in das Denken Papst Benedikts XVI. einführen und so seine Ansprachen besser verstehen lassen. Die Diskussionen, die sich durch die zum Teil gegensätzlichen Standpunkte, zum Teil sich ergänzende Passagen in den Beiträgen auszeichnen, zeigen die Weite der Themen und lassen neugierig gespannt sein, wie Benedikt XVI. den Diskussionsfaden weiterspinnt und welche Antworten er auf die offenen Fragen in der speziellen deutschen Situation geben wird und wie eine gemeinsame Verantwortung von Religion und Politik für die Zukunft Europas wahrgenommen werden kann.
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