Bischof Weber wirbt für ökumenische Taufen

Der Catholica-Beauftragte der lutherischen Kirchen, Landesbischof Friedrich Weber aus Braunschweig, unterstützt den Wunsch von Eltern nach ökumenischen Taufen. Für Ehepaare, bei denen ein Elternteil evangelisch und das andere katholisch sei, wäre dies ein Fortschritt, sagte der braunschweigische Bischof am Montag bei einem ökumenischen Studientag in Hannover.

Dafür solle auch eine gemeinsame Liturgie erarbeitet werden, schlug Weber vor. Die Taufe bleibe zwar konfessionell, aber der ökumenische Charakter sollte in der Urkunde vermerkt werden. Weber drängte außerdem darauf, dass jeder getaufte Christ ein Patenamt ausüben kann. Die Taufe stelle ein Fundament für die kirchliche Einheit dar, sagte er im Blick auf die gegenseitige Taufanerkennung, die elf christliche Kirchen 2007 in Magdeburg ausgesprochen hatten.

Weber forderte, diese gemeinsame Basis müsse Konsequenzen haben. Für ihn sei die Taufe das „Sakrament der Einheit“. Der im Vatikan für Fragen der Ökumene zuständige Kardinal Walter Kasper formulierte etwas zurückhaltender. Durch die eine Taufe sei zwar eine gemeinsame Basis der Kirchengemeinschaft gegeben. Es sei aber wie bei einem Hausbau: Man könne nicht allein auf den Grundmauern wohnen und leben.

Quelle: epd

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Im April 2007 haben elf Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in Magdeburg feierlich die "Wechselseitige Taufanerkennung" unterzeichnet.
In der Erklärung von Magdeburg heißt es:


Wir bekennen mit dem Dokument von Lima:
Unsere eine Taufe in
Christus ist "ein Ruf an die Kirchen, ihre Trennungen zu überwinden
und ihre Gemeinschaft SICHTBAR zu manifestieren".

(Konvergenzerklärungen der Kommission für Glauben und
Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen, Taufe, Nr. 6)

 

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TAUFLIED

1. Ich bin getauft auf Deinen Namen,
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist;
Ich bin gezählt zu Deinem Samen,
zum Volk, das Dir geheiligt heißt.
Ich bin in Christum eingesenkt,
ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2. Du hast zu Deinem Kind und Erben,
mein lieber Vater, mich erklärt.
Du hast die Frucht von Deinem Sterben,
mein treuer Heiland, mir gewährt.
Du willst in aller Not und Pein,
o guter Geist, mein Tröster sein.

3. Doch hab ich dir auch Furcht und Liebe,
Treu und Gehorsam zugesagt;
ich hab, o Herr, aus reinem Triebe
dein Eigentum zu sein gewagt;
hingegen sagt ich bis ins Grab
des Satans schnöden Werken ab.

4. Mein treuer Gott, auf Deiner Seite
bleibt dieser Bund wohl feste stehn;
wenn aber ich ihn überschreite,
so lass mich nicht verloren gehn;
nimm mich, Dein Kind, zu Gnaden an,
wenn ich hab einen Fall getan.

5. Ich gebe Dir, mein Gott, aufs neue
Leib, Seel und Herz zum Opfer hin;
erwecke mich zu neuer Treue
und nimm Besitz von meinem Sinn.
Es sei in mir kein Tropfen Blut,
der nicht, Herr, Deinen Willen tut.

6. Lass diesen Vorsatz nimmer wanken,
Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist;
halt mich in Deines Bundes Schranken,
bis mich Dein Wille sterben heißt.
So leb ich Dir, so sterb ich Dir,
so lob ich Dich dort für und für.


(Tauflied, Autor: Johann Jakob Rambach (1693 - 1735))