Toten-Taufe bringt Mormonen in Bedrängnis

Oder: Elie Wiesel ist für die postume Taufe bereit


Taufbecken der Mormonen im Salt-Lake-Tempel, circa 1912,
wo Totentaufen durchgeführt werden.
Foto: wikimedia

Anne Frank, Mahatma Gandhi, Barack Obamas Mutter: Mormonen sollen postum namhafte Persönlichkeiten getauft haben - unter ihnen auch Holocaust-Opfer. Stellvertretend unterzogen sich Mitglieder der Glaubensgemeinschaft dem Ritual. Was dem Seelenheil dienen soll, sorgt nun für Empörung.

Sie meinen es doch nur gut. Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, kurz Mormonen genannt, wollen möglichst vielen Menschen die Chance auf Erlösung verschaffen. Und weil die nur Getaufte bekommen, gibt es bei den Mormonen rituelle Stellvertretertaufen für Verstorbene.

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