
Nach seinem Selbstbild will der ökumenische Verein "Andere Zeiten" einer kommerzialisierten Gesellschaft etwas Spirituelles entgegensetzen: Die Zeiten des Kirchenjahres und die christlichen Feste wieder zu entdecken, Menschen bei der Suche nach Gott und auf dem Weg ihres Glaubens mit meditativen und informativen Texten unterstützen. Dazu habe der Kalender "Der Andere Advent" den Anfang gemacht, der 1995 erstmalig in einer Auflage von 4000 Exemplaren erschien.
Hamburg. Es sei beunruhigend, wenn Abgeordnete inzwischen regelmäßig ihre Wochenenden und sogar Nächte für Krisensitzungen opferten, sagte Chefredakteur Thomas Kärst am Freitag in Hamburg. Der Verein verschickte jetzt an alle Bundestagsabgeordneten seinen Kalender "Der Andere Advent".
"Menschen brauchen den Wechsel von Arbeit und Ruhe, den Rhythmus von Werktag und Sonntag. Wir sind keine Maschinen", heißt es in einem Brief an die Abgeordneten. "Wir wollen die Politiker nicht kritisieren, sondern ermutigen", betonte Kärst.
Mit der Kalender-Aktion «Der Andere Advent» ruft der Verein dazu auf, sich zwölf Minuten am Tag für eine Zeit der Besinnung freizuhalten. Die Texte und Bilder des Kalenders (Auflage: 430.000 Exemplare) sollen vom 26. November bis zum 6. Januar neue Perspektiven auf die Weihnachtsgeschichte bieten. Mit der 1995 gestarteten Aktion erreicht der Verein nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Menschen.
An den Wochentagen zeigt der Kalender Fotos, Bilder und Texte von Paul Gerhardt, Dorothee Sölle, Konstantin Wecker und Eva Strittmatter. An den Sonntagen erzählen biblische Figuren wie Maria, Josef und Herodes ihre Geschichte. Ein Internetforum zum Austausch der Leser untereinander und mit der Redaktion wird am 26. November freigeschaltet. Der Verkauferlös fließt in kirchliche und gemeinnützige Projekte.

Am 26. November feiert Andere Zeiten einen Gottesdienst zum Vorabend des Advent. Er beginnt um 17.45 Uhr vor der Paul-Gerhardt-Kirche in Hamburg-Altona.
Internet: anderezeiten.de
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