Dokumentarreihe über Religionskonflikte

Das ZDF beleuchtet das Verhältnis von Christentum und Islam


Am 16.8.2011 beginnt die erste der fünfteiligen Folge: Der Heilige Krieg ( Grafik ZDF)
Das ZDF startet eine Dokumentarreihe über Religionskonflikte.
Vier weitere Folgen werden sonntags um 19.30 Uhr
und dienstags um 20.15 Uhr ausgestrahlt.


Das Schwert des Propheten - "Dschihad"
Kein anderer Begriff symbolisiert die Ängste vor der islamischen Welt mehr als das oft missverstandene und missbrauchte Wort "Dschihad". Seit dem 11. September 2001 wird der bewaffnete Kampf im Namen Allahs als reale Bedrohung für die westliche Welt empfunden. Maßgebliche muslimische Rechtsgelehrte verurteilen den angeblich "Heiligen" Krieg von Al-Kaida als Anmaßung und verbrecherischen Irrweg. Dennoch sehen sich Muslime oft pauschal dem Vorwurf ausgesetzt, der Islam sei eine Religion der Gewalt. Dabei wurden so genannte "Heilige Kriege" im Lauf der Geschichte immer wieder auch von Christen geführt. Die Erinnerungen an die "Kreuzzüge" des Mittelalters sind noch immer lebendig. Nicht nur radikale Islamisten sehen darin eine Tradition, die bis in die Gegenwart reicht, ein Sinnbild für westliche Aggression, Besatzung und Unterdrückung.

Das ZDF blickt in einer Dokumentarreihe auf die Geschichte der Religionskonflikte zurück
Mit einer fünfteiligen Dokumentarreihe will das ZDF ab kommenden Dienstag einen Einblick in das Verhältnis von Christentum und Islam geben. Die Reihe mit dem Titel "Der Heilige Krieg" frage nach den historischen Wurzeln der Spannungen zwischen der muslimischen und der christlichen Welt, teilte der Sender am Freitag in Mainz mit.

Den Auftakt bildet am Dienstag um 20.15 Uhr der Film "Das Schwert des Propheten". Im Vordergrund stehe dabei die Epoche von der Entstehung des Islam bis zu den ersten entscheidenden Machtkämpfen auf europäischem Boden im achten Jahrhundert. Die weiteren Folgen der Reihe werden laut ZDF im Wechsel sonntags um 19.30 Uhr und dienstags um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Nach Angaben des Senders zeigen die Filme mit Hilfe von Spielszenen, Computeranimationen und Erläuterungen führender Experten, dass im Lauf der Jahrhunderte beide Seiten ihre Religion immer wieder zu politischen Zwecken missbraucht hätten.


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Quellen: stz, ZDF, katholisch.de