Interreligiös

Gründung eines Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen

Großzügige Förderung durch die Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung (KSG)

Stifterehepaar Brigitte und Karl Schlecht mit Hans Küng
Die Stiftung Weltethos (Präsident: Prof. Hans Küng) wird ein Weltethos- Institut (Global Ethic Institute) an der Universität Tübingen errichten. Stifterin des Weltethos- Instituts an der Universität Tübingen (WEIT) ist die Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung.
Das Institut wird über einen jährlichen Etat von 1 Mio. Euro. verfügen.
Zweck des Weltethos-Instituts ist „die Grundlagenforschung und Lehre zur wissenschaftlichen Fundierung der Idee eines Weltethos in der Gesellschaft und globalen Wirtschaft im Sinne der Förderung eines Dialogs der Religionen und Kulturen gemäß den Arbeitsfeldern der Stiftung“.
Deren zentrale Arbeitsfelder sind: Weltethos und Weltreligionen, internationale Politik, globale Wirtschaft, Schule/Erziehung sowie Kultur.


Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt des Weltethos-Instituts soll der Fundierung und Konkretisierung eines Globalen Wirtschaftsethos gewidmet sein. Dafür soll zunächst eine Professur für Globales Wirtschaftethos (Global Business Ethic) eingerichtet werden.

Die Stiftung Weltethos wird ein Weltethos-Institut (Global Ethic Institute) an der Universität Tübingen errichten. Einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der Universität Tübingen und der Stiftung Weltethos hatte der Senat der Universität Tübingen in seiner Sitzung am 12. Mai 2011 zugestimmt. Stifterin des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen ist die vom Unternehmer Prof. h.c. Karl Schlecht gegründete Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung (KSG). Das Institut wird über einen jährlichen Etat von 1 Mio. Euro. verfügen.

Zweck des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen (WEIT) ist nach seiner Satzung »die Grundlagenforschung und Lehre zur wissenschaftlichen Fundierung der Idee eines Weltethos in der Gesellschaft und globalen Wirtschaft im Sinne der Förderung eines Dialogs der Religionen und Kulturen gemäß den Arbeitsfeldern der Stiftung«. Deren zentrale Arbeitsfelder sind: Weltethos und Weltreligionen, internationale Politik, globale Wirtschaft, Schule – Erziehung sowie Kultur. Das neue Institut wird außerdem einen innovativen Beitrag zum Lehrangebot der Universität Tübingen in einschlägigen Studiengängen, mit Veranstaltungen der wissenschaftlichen und allgemeinen Weiterbildung sowie im Studium Generale leisten.

Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt des Weltethos-Instituts soll der Fundierung und Konkretisierung eines Globalen Wirtschaftsethos gewidmet sein. Dafür soll zunächst eine Professur für Globales Wirtschaftethos (Global Business Ethic) eingerichtet werden, deren Inhaber Direktor des Instituts sein wird. Internationale Gastwissenschaftler sollen ergänzend für begrenzte Zeiträume am Institut forschen und lehren. Neben Forschung und Lehre sollen auch praxistaugliche Konzepte zur Implementierung eines Globalen Wirtschaftsethos entwickelt werden. Programmatische Grundlage dafür ist das von der Stiftung Weltethos erarbeitete Manifest »Globales Wirtschaftsethos – Konsequenzen für die Weltwirtschaft« (www.globaleconomicethic.org). Geschäftsführer des Instituts wird der Generalsekretär der Stiftung Weltethos, Dr. Stephan Schlensog.

Die Karl-Schlecht-Stiftung (KSG) wurde als gemeinnützige Stiftung im Oktober 1998 von Karl Schlecht gegründet. Sie hat ihren Sitz in Aichtal bei Stuttgart. Die KSG hält 99 % der Aktien der Putzmeister Holding GmbH, die neuerdings bekannt geworden ist durch den Einsatz ihrer Betonpumpen in Fukushima. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Bildung und Erziehung, die Förderung kultureller Vorhaben und Einrichtungen sowie des Umweltschutzes.

Karl Schlecht wurde 1932 in Filderstadt bei Stuttgart geboren. Er absolvierte ein Ingenieurstudium an der Universität Stuttgart. Seine Diplomarbeit beschrieb die erste 1957 von ihm selbst gebaute Verputzmaschine für das väterliche Gipsergeschäft. Noch während des Studiums erfolgte die Lizenzvergabe an eine Freiburger Maschinenfabrik und 1958 dann die Gründung des eigenen Unternehmens, das 1961 in »Putzmeister Werk« umbenannt wurde. Bis heute hat sich der Putzmeister Konzern weltweit zu einem der führenden Hersteller von Betonpumpen mit 22 Gesellschaften etabliert.

Die Stiftung Weltethos arbeitet interdisziplinär und international. Dank einer großzügigen Spende von Graf Karl Konrad von der Groeben wurde sie im Jahr 1995 vom Tübinger Theologen Prof. Dr. Hans Küng gegründet. Im Austausch mit Wissenschaftlern der Universität Tübingen und anderer Universitäten weltweit wurde eine breite Verankerung der Weltethos-Thematik in vielen Fachbereichen geleistet und umfassende Konzepte zur Vermittlung der Weltethos-Thematik entwickelt. Programmatische Grundlage der Stiftungsarbeit ist die »Erklärung zum Weltethos« des Parlaments der Weltreligionen (Chicago 1993).



Bei der Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung (KSG) in Aichtal, von rechts:
Dr. Stahl, Herr Susanek, Prof. h.c. Schlecht, Prof. Küng, Frau Schlecht, Herr Hoer, Dr. Schlensog

Prof Hans Küng sagt:
"Das Engagement des Aichtaler Unternehmers Prof. h.c. Karl Schlecht, Erfinder der berühmten Putzmeister-Betonpumpen, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Er und seine Frau gehören zu den wenigen Menschen, die nicht nur die Bedeutung eines Weltethos für unsere heutige Zeit erkannt haben, sondern die uns auch seit Jahren konsequent bei der Verbreitung und praktischen Umsetzung dieser Idee unterstützen. Mit dem Weltethos-Institut hat ihr Engagement eine ganz neue, einzigartige Dimension erreicht."

Quelle: weltethos.org