Tröstende Worte im Wald

Der frühere Ordensgeistliche Clemens Wilken hält Reden bei Beerdigungen

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"Tief verwurzelt" Foto: Helga Ewert via pixelio

„Der Baum ist tief verwurzelt, so wie wir aus unseren Erfahrungen wachsen.
Er breitet die Arme aus, um Schatten zu spenden, so wie wir unsere Familie und Freunde beschützen wollen, und strebt dem Himmel entgegen, so wie wir danach trachten,
über unsere Existenz hinauszuweisen.“

„Viele, die aus der Kirche austreten, sagen, dass sie damit nicht ihren Glauben aufgegeben haben und sich deshalb christliche Worte bei ihrer Beerdigung wünschen“, so Wilken, der 26 Jahre lang einem Jesuiten-Orden angehörte.

Artikel bei KStA

Clemens Wilken sagt: Eigentlich bin ich ein Glückspilz. Ich hatte mit meinen vier Geschwistern gute, christliche Eltern und wuchs auf der Grenze zwischen dem katholischen Emsland und dem evangelischen Ostfriesland auf.
Von Kindheit an hatte ich eine starke Neigung zu allem Religiösen. So wurde ich katholischer Priester und immer mit einer Tendenz zur Ökumene.
Im Jesuitenorden, dem ich 26 Jahre angehörte, fand ich eine qualifizierte und engagierte Gemeinschaft. In der seelsorglichen Arbeit war ich glücklich, aber die Einsamkeit nahm überhand.
Zum Glück lernte ich meine liebe Carola kennen, wir heirateten und haben zwei erwachsene Söhne. Ein weiterer Glücksfall war, dass ich Lehrer für kath. Religion, Philosophie und Politik am Gymnasium werden konnte. Für uns war und ist Taizé der spirituelle Stützpunkt, und ich möchte einmal in der Nähe meine letzte Ruhe finden.
In der Thomasmesse kommt alles zusammen, was mein Leben trägt. Dafür bin ich unsagbar dankbar.
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