Ausgebrannt

Kirchen weisen auf Gefahren des Burn-out-Syndroms hin


burn out Foto:pixelio

Frankfurt a.M. (epd). Die lutherischen Landeskirchen in Deutschland machen auf die Gefahren des sogenannten Burn-out-Syndroms aufmerksam. Zu den Gründen für die Erschöpfungskrankheit zähle auch der zunehmende Leistungsdruck, dem viele im Beruf ausgesetzt seien, heißt es in der Broschüre "Stay wild statt burn out", die die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) herausgegeben hat.

Auf knapp 130 Seiten beschreiben die kirchlichen Experten die Symptome der Erkrankung und zeigen Wege aus der Krise.
Für viele Menschen sei die Arbeit zum zentralen Lebensinhalt geworden, das Familien- und Privatleben gerate ins Abseits, kritisieren die Autoren. Das zeige sich auch innerhalb der Kirchen: "Gerade in Kirche und Diakonie, die nach der öffentlichen Hand die zweitgrößte Arbeitgeberin in Deutschland sind, gibt es starke Tendenzen zu selbstausbeuterischem Engagement und ausbeuterische Erwartungen an das Engagement der Mitarbeitenden zu beobachten." Nach Expertenangaben sind rund 15 Prozent der Deutschen einmal in ihrem Leben von Burn-out-Symptomen betroffen.

Um einem Burn-out entgegenzuwirken, raten die kirchlichen Seelsorge-Experten zu "Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Lebensstil". Rituale könnten helfen, den Alltag zu gestalten und vor ausufernder Arbeit schützen.

Der Leitfaden wurde vom Seelsorge-Ausschuss der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) erarbeitet und erscheint im Gütersloher Verlagshaus.

Buchhinweis: Stay wild statt burnout. Leben im Gleichgewicht. Herausgegeben von Susanne Breit-Keßler und Norbert Dennerlein. 128 S., 6,95 Euro

Die Broschüre kann auch im Internet als pdf heruntergeladen werden: "Stay wild statt burn out"