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So kann Versöhnung aussehen!

LWB-Vollversammlung bittet MennonitInnen um Vergebung

Eine Internationale lutherisch-mennonitische Studienkommission hat zwischen 2005 und 2008 die Historie aufgearbeitet

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Als Zeichen der Versöhnung: Eine 'symbolische' Fußwaschung
Der Präsident der Mennonitischen Weltkonferenz, Präsident Danisa Ndlovu Simbabwes (rechts), stellt Bischof Mark S. Hanson, den Präsident der lutherischen Weltvereinigung, mit einer Kieferschale vor, als Symbol für die Fußwaschung (Jesu) als Zeichen der Verpflichtung für eine Zukunft  "in der grenzenlose Liebe und unfehlbarer Dienst das Zeichen der Beziehung zwischen den lutherischen und den mennonitischen Kirche ist."
(Aus dem Englischen übersetzt) Foto: LWB/Erick Coll

In einem historischen Akt, einem Bußgottesdienst, haben sich der Lutherische Weltbund (LWB) und die Mennonitische Weltkonferenz (MWK) versöhnt. Vorausgegangen war ein einstimmig gefasstes Schuldbekenntnis der Vollversammlung des LWB gegenüber den Anabaptisten (Wiedertäufer). Der Präsident des LWB, Bischof Mark S. Hanson (USA), sprach in diesem Zusammenhang von einem "beispiellosen Schritt der Wiedergutmachung". In der Erklärung heißt es, der LWB empfinde "tiefes Bedauern und Schmerz über die Verfolgung der Täufer durch lutherische Obrigkeiten und besonders darüber, dass lutherische Reformatoren diese Verfolgung theologisch unterstützt haben".
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Wie ökumenisch kann ein Reformationsjubiläum 2017 sein?

 
Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich
Wie ökumenisch kann ein Reformationsjubiläum 2017 sein?

Friedrich: "Es muss ökumenisch sein. Man kann 500 Jahre nach dem Thesenanschlag in Wittenberg nicht ein Jubiläum nur für uns Protestanten oder Lutheraner feiern. Das halte ich für völlig ausgeschlossen. Alle Kirchen haben sich durch die Reformation verändert - vor allem die römisch-katholische. Sie ist längst nicht mehr jene Kirche, die gegen Luther gekämpft hat. Wir müssen das zum Anlass nehmen zu sagen, wir wollen 2017 wir gemeinsam ein Stück weiter gehen und gemeinsam feiern."


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"Die Ökumene ist eine Existenzfrage der Kirche"

Kurt Koch über seine neue Aufgabe als Präsident des Päpstlichen Rates
zur Förderung der Einheit der Christen

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Erzbischof Kurt Koch, 60, der neue Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen. (Foto: Adrian Baer / NZZ)

Kurt Koch, bis Ende Juni Bischof von Basel, ist der neue Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rats. Er nimmt in einem Interview Stellung zur Frage, was "Einheit der Christen" meint und wie er seine schwierige Aufgabe anpacken will. Kurt Koch ist der Nachfolger von Walter Kardinal Kasper.
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Der Begründer der Urknall-Theorie

Wenn sich Theologie und Physik treffen

Vor 116 Jahren wurde Georges Edouard Lemaître geboren. Der Theologe und Physiker Georges Lemaître gilt als Begründer der Urknall-Theorie.  Für den "heißen Anfangszustand des Universums" verwendete er den Begriff "primordiales Atom" oder "Uratom".

Schon in jungen Jahren wusste Lemaître, dass er Priester und Wissenschaftler werden wollte. Mit 17 Jahren ging er von einer Jesuitenschule an die Katholische Universität Löwen. Nach dem ersten Weltkrieg setzte er seine Studien der Physik und der Mathematik fort und bereitete sich auf das Priesteramt vor.


Abbé Georges Edouard Lemaître
(* 17. Juli 1894 in Charleroi, Belgien; † 20. Juni 1966 in Löwen, Belgien) Foto: wikimedia

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Der Heilige Stuhl definiert "schwere Delikte" neu

Vatikan: Gemeinsame Eucharistie ist schwere Straftat


Eucharistiefeier - Foto: Hans-Jörg Karrenbrock via pixelio


Der Heilige Stuhl hat am Donnerstag die vor wenigen Tagen angekündigte Neufassung und Verschärfung des Kirchenrechts gegen den sexuellen Missbrauch durch Geistliche veröffentlicht.

Die neue Verschärfung des katholischen Kirchenrechts betrifft nicht nur Kindesmissbrauch und andere sexuelle Verfehlungen von Priestern. Auch gemeinsame Eucharistiefeiern mit Geistlichen anderer Konfessionen, welche die katholische Kirche nicht als 'Kirchen im vollen Sinne' anerkennt, gelten als schwerwiegend.

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Kernbestand schulischer Bildung

Kerncurriculum für evangelischen Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe veröffentlicht 

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Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe, CiD

Die Schüler sollen grundlegende Kompetenzen erwerben:

Wahrnehmungs- und Darstellungsfähigkeit
– religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben
Deutungsfähigkeit
– religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten
Urteilsfähigkeit
– in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen
Dialogfähigkeit
– am religiösen Dialog argumentierend teilnehmen
Gestaltungsfähigkeit
– religiös bedeutsame Ausdrucks- und Gestaltungsformen verwenden

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Die Sehnsucht ist geblieben

Vor 175 Jahren: Am14. Juli 1835 wurden die Albury-Apostel ausgesondert

   
Das Bild zeigt die Albury-Versammlung im Jahre 1826 (Bild: apostolic)

Wenn eine Kirche auf eine andere blickt, schaut sie denselben Leib Christi,
deren Teil sie selbst ist; sie blickt auf sich selbst.
Apostel William Dow

Vor 175 Jahren, am 14. Juli 1835, war ein bedeutungsvoller Tag für die KAG: Die Aussonderung der Apostel in der Katholisch-Apostolischen Gemeinde (KAG) .  Nach Auffassung der KAG gab Gott das Apostolat und damit das "Amt der Einheit" wieder, um die Spaltungen in der Kirche zu heilen.

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Das Prinzip Hoffnung

Zum 125. Geburtstag von Ernst Bloch

"Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende,
und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden,
das heißt sich an der Wurzel fassen"

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Ernst Bloch * 8. 7.1885 (Ludwigshafen)  - † 4.8.1977 (Tübingen)
Foto: Bundesarchiv via wikimedia
 
"Wer sind wir?  Wo kommen wir her?  Wohin gehen wir?
Was erwarten wir? 
Was erwartet uns?
Viele fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht warum und von was. Dieser ihr Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht.  Einmal zog einer aus, das Fürchten zu lernen. Das gelang in der eben vergangenen Zeit leichter und näher, diese Kunst ward entsetzlich beherrscht. Doch nun wird, die Urheber der Furcht abgerechnet, ein uns gemäßeres Gefühl fällig.
Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Seine Arbeit entsagt nicht, sie ist ins Gelingen verliebt statt ins Scheitern." (Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung, zitiert aus dem Vorwort)

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Die Kanzel ist geblieben


Blick in die einstige Kirche, die nun als Jugendherberge fungiert. Foto: Stefan Rahmann


Jugendherberge - Die einstige evangelische Kreuzkirche unweit des Kölner Hauptbahnhofs
dient ab sofort als Backpacker-Hostel

Vor dreieinhalb Jahren wurde in der Kreuzkirche der letzte Gottesdienst gefeiert. Die Zahl der Gemeindeglieder war schlicht zu klein geworden, die Kirche musste aufgegeben werden.

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Musik aus einer anderen Welt

Vor 150 Jahren wurde der Komponist Gustav Mahler geboren

 Foto von Gustav Mahler (Foto: epd-Bild / akg-images).

Er hat die Zerrissenheit des 20. Jahrhunderts vorweggenommen: Gustav Mahler (1860-1911), geboren vor 150 Jahren am 7. Juli 1860. Der Verzweiflung aber setzte der Komponist und Dirigent die Verheißung des Glücks gegenüber. Er hat Trost und Erlösung gesucht und manchmal gefunden:

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