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Geschrieben von EV   
Donnerstag, 4. Februar 2010

Gedanken zur Trauer und Einsamkeit von Dietrich Bonhoeffer

Bonhoeffer wurde vor 104 Jahren, am 4. Februar 1906 geboren


Foto: Angela L. via pixelio.de

"Zunächst: Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines lieben Menschen ersetzen kann, und man soll das auch gar nicht versuchen; man muß es einfach aushalten und durchhalten; das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost; denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden.
Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus; er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt, und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft miteinander - wenn auch unter Schmerzen - zu bewahren.
Ferner: Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich."



Foto: Rainer Sturm via pixelio.de

Aus dem Gefängnis Berlin-Tegel schrieb Bonhoeffer an Heiligabend 1943 einen Brief mit diesen Gedanken an Renate und Eberhard Bethge.

 

 

 


 

 
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