Der Heilige Geist, der lebendig macht
Der Heilige Geist, der lebendig macht
oder "Pfingsten ist nicht der Geburtstag der Kirche"
Der vielversprechende Himmel am Pfingst-Vorabend an der norddeutschen Küste, Foto: EV
"Der Geburtstag der Kirche gehört zum klassisch infantilisierenden Reden einer Kirche, die sich selber als Lebenszweck genommen hat und mit dem, was ein jüdischer Wanderprediger dereinst sagte, nur noch wenig zu tun hat.", schrieb jemand in einer Replik in einem Pfingst-Artikel .
Wie sagte ein theologisch Gelehrter noch gleich: "Jesus predigte das Reich Gottes. Was dann kam, war die Kirche!"."
Hier wird der Begriff der "Kirche" institutionell verstanden und nicht betrachtet als die "Gemeinschaft der Getauften", die zu dem EINEN Leib Christi gehören. Und schon gar nicht wird er verstanden als eine Gemeinschaft von Menschen, die vom Heiligen Geist erfüllt sind - jenseits aller Religions- und Konfessionszugehörigkeit.
Aber der Heilige Geist weht - wie die Bibel sagt - wo er will und nicht nur unter Christenmenschen.
Gottes Geist, der Heilige Geist, ist kein Kirchengeist, aber es bleibt ein großer Wunsch für die Leitungsbeauftragten der institutionellen Kirche, sich vom Wehen des Heiligen Geistes leiten zu lassen. Jenseits vieler Überlegungen von Pragmatismus, Mainstream, Machtgerangel und geliebten - vermeintlich - sicherheitsgebenden Strukturen, die am Ende den Geist dämpfen oder schlimmstenfalls sogar ganz ersticken. EV
Der Geist der zusammenführen will
Geschrieben von Willy Wurster
"Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. Ihr seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm. " (1 Kor 12,12-13.27)
Welcher Geist leitet uns? Der Geist, der zusammenführen will und die Gemeinsamkeiten zeigt, oder ein anderer Geist , bei dem die Unterschiedlichkeit und die Exklusivität betont wird?
Der Geist Gottes ist ein Geist der Einheit, der sich besonders im Abendmahl zeigt: Alle saßen an einem Tisch, vorbehaltlos. Wer etwas anderes lehrt, lehrt die Zwietracht. Am Abendmahlstische tranken alle aus einem Becher.
Wir trinken alle aus dem einen Becher der durch den einen Geist versinnbildlicht im Blute des Lammes getränkt wird. Das eine Brot als der Leib Christi, mit dem alle, die die Einheit lieben, als Glieder verbunden sind. Ohne den einen Leib können die einzelnen Glieder nichts verrichten. Sie sind verwachsene Glieder mit dem Leib der Dreieinigkeit Gottes.
Es ist schön für den Leib wenn die einzelnen Glieder besonders am Geburtstag der Kirche Christi dies in Einmütigkeit zeigen dürfen.
Ein frohes und gesegnetes Pfingstfest.
"Kirche des Amtes"
Geschrieben von Wolfgang Schwarz
Werte Redaktion,
dieser Artikel bringt die jetzige Situation vieler Kirchen auf den Punkt. Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche (NAK) wurde vor kurzem "ihre" Kirche als "Kirche des Amtes" erläutert vom Stammapostel (Stammapostel ist die Bezeichnung für das höchste Amt in der NAK). [Ein ironisches Gedicht dazu bei -> gf24 , Anm.d.Red.]
Bestürzend und vielleicht unfreiwillig kommt hier zum Ausdruck: Verbeamtete Strukturen, Hierarchien, Standesdünkel, Versorgungssicherheit der bezahlten Ämter, Denkschablonen ...
Welch Gegensatz zum Sendungsauftrag Jesu an seine Jünger: Diese sollten mit dem was sie auf dem Leib trugen, das Evangelium als Wanderprediger verbreiten, abhängig von der Gunst der Bewohner, dessen Ort sie aufsuchten.
Und heute ...
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