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Geschrieben von TA, EV   
Samstag, 24. Juli 2010

Der Jakobstag im Jakobsjahr 2010


Die berühmte Wallfahrtskirche in Santiago de Compostela mit dem Grab des Heiligen Jakobus,
Foto: Manfred Boelke via PIXELIO

Das beliebte Pilgerziel Santiago de Compostela in Nordwest-Spanien wird 2010 als "Heiliges Jahr" feiern. Solch ein Festjahr gebe es nur, wenn der Namenstag des Apostels Jakobus am 25. Juli auf einen Sonntag fällt. Dies sei zuletzt 2004 vorgekommen, jetzt im Jahre 2010 und dann erst wieder im Jahr 2021. In "Heiligen Jahren" werden in der Stadt in Galicien besonders viele Besucher erwartet. Unter anderem wird die Zahl der Pilgermessen dann erhöht. Zu den weiteren Besonderheiten zählt, dass nur in diesen Jahren die "Heilige Pforte" in der Kathedrale geöffnet ist.

Jakobstag am 25. Juli 2010
Der Jakobstag (St. Jakob, kurz Jakobus oder Jakobi) am 25. Juli, ist seit dem 8. Jahrhundert als Festtag für Jakobus den Älteren, Bruder des Evangelisten Johannes, nachweisbar. Der Jakobstag ist ein Tag mit zwei wichtigen Wetterregeln:
"Jakobi heiß - lohnt Müh' und Fleiß", sowie "Jakobi klar und rein, wird's Christfest frostig sein."

Apostel
Jakobus der Ältere (gestorben ca. 44 n. Chr.) ist eine Gestalt des Neuen Testaments. Er zählt zu den zwölf Aposteln  Jesu Christi. In der evangelischen und katholischen Kirche ist sein Gedenktag  der 25. Juli, an dem im Mittelalter in vielen Gegenden Europas Erntefeste oder Kirmes gefeiert wurde, in der orthodoxen Kirche ist es der 30. April, in der
koptischen Kirche der 12. April und in der äthiopischen Kirche der 28. Dezember.

Legenden
Um Jakobus ranken sich besonders in Spanien zahlreiche Legenden. So soll er der Apostel gewesen sein, der nach der Himmelfahrt Jesu auf der Iberischen Halbinsel predigte. Er soll Jünger mit der Prophezeiung geworben haben, dass er nach seinem Tod Unzählige bekehren werde.
Während der Reise hatte er jedoch so wenig Erfolg, dass er eines Tages mutlos und verzweifelt im Gebiet des heutigen Saragossa am Ufer des Ebro gesessen haben soll. Als er den Entschluss gefasst hätte, die Mission abzubrechen, soll ihm die Jungfrau Maria auf einer Säule erschienen sein und ihn ihrer Unterstützung versichert haben.

Santiago de Compostela
Nach einer anderen, für den Jakobuskult in Santiago de Compostela grundlegenden, Legende übergaben seine Jünger den Leichnam des Apostels nach der Enthauptung einem Schiff ohne Besatzung, das später in Galicien im Nordwesten Spaniens anlandete. Helfer setzten ihn weiter im Landesinneren bei. Dann geriet das Grab in Vergessenheit. Nach der
Wiederentdeckung im 9. Jahrhundert wurde darüber eine Kapelle, später eine Kirche und schließlich die Kathedrale errichtet, um die herum sich der Pilgerort Santiago de Compostela entwickelte und zu der die Jakobswege führen.

Quelle: Wikipedia
 
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