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Geschrieben von EV   
Donnerstag, 15. Juli 2010

Kernbestand schulischer Bildung

Kerncurriculum für evangelischen Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe veröffentlicht 

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Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe, CiD

Die Schüler sollen grundlegende Kompetenzen erwerben:

Wahrnehmungs- und Darstellungsfähigkeit
– religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und beschreiben
Deutungsfähigkeit
– religiös bedeutsame Sprache und Zeugnisse verstehen und deuten
Urteilsfähigkeit
– in religiösen und ethischen Fragen begründet urteilen
Dialogfähigkeit
– am religiösen Dialog argumentierend teilnehmen
Gestaltungsfähigkeit
– religiös bedeutsame Ausdrucks- und Gestaltungsformen verwenden

"Evangelischer Religionsunterricht gehört zum Kernbestand schulischer Bildung. Deswegen muss der Reli­gionsunterricht auch in einer sich verändernden gymna­sialen Oberstufe seinen Stellenwert behalten. Denn von Bildung und Allgemeiner Hochschulreife kann nur dann die Rede sein, wenn die Schule auch Bildungsinhalte zur Sprache bringt, die Jugendliche und junge Erwachsene brauchen, um sich in ihrer Welt orientieren und ethisch verantwort­lich handeln zu können", erläutert der amtierende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, im Vorwort des Textes und fährt fort: "Der in Grund- und Leistungskursen erteilte Religionsunterricht sowie seine schriftliche und mündliche Abiturprüfung stellen zudem einen bedeutenden Impuls zur fachlichen und methodischen Weiterentwicklung des evangeli­schen Religionsunterrichts insgesamt dar."

Das jetzt veröffentlichte Kerncurriculum für den Evangelischen Religionsunterricht in der gymnasialen Oberstufe benennt Themen und Inhalte für die Entwicklung von Kompetenzen religiöser Bildung. In Aufnahme der aktuellen Schulentwicklung korrespondiert es mit den Einheitlichen Prüfungs­anforderungen in der Abiturprüfung (EPA) der Kultusministerkonferenz (KMK) im Fach Evangelische Religionslehre. Auf diese Weise bietet es der KMK und den einzelnen Bundesländern einen aufeinander abgestimmten Referenzrahmen zur inhaltlichen Ausgestaltung des Faches. „Wir reagieren damit auf die zunehmende Professionalisierung der Schulfächer und deren Standardisierung und Evaluation in der KMK, die auch den Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach betreffen“, so Schneider weiter.

Das Kerncurriculum wurde von namhaften Bildungs- und Lehrplanexperten erarbeitet. Neben grundlegenden Ausführungen zur Funktion und Konstruktion des Kerncurriculums enthält der Text sechs Themenbereiche, die jeweils an die Situation der Schülerinnen und Schüler anknüpfen und in einzelnen Leitgedanken benennen, worauf es im Unterricht ankommt.

Der Text ist über das Internet abrufbar (EKD)


 
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