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Geschrieben von Jochen Ott, Redaktion Bischoff Verlag,TA , upd vom 8.2.2010   
Montag, 8. Februar 2010

Offener Brief als Leserbrief

Du sollst kein falsch Zeugnis reden

Die neuapostollische Zeitschrift  "Unsere Familie" (UF) vom 20.01.2010 berichtet unter der Überschrift "Forsa-Umfrage bringt Überraschung" dass drei Viertel aller Menschen im Bundesland Nordrhein-Westfalen die Neuapostolische Kirche kennen würden.

Das klingt positiv, doch die UF-Redaktion lässt unerwähnt, dass dabei die Namen der Glaubensgemeinschaften den Interviewten vorgegeben wurden!
Als die Befragten zuvor aktiv und von sich aus sagen sollten, welche  Glaubensgemeinschaften sie kennen, wurden die beiden großen Kirchen von fast 90 Prozent genannt, die NAK hingegen nur von 27 Prozent. Also noch nicht mal einem Drittel.

Bei der Frage, wie die NAK wahrgenommen wird, antwortete ein Drittel mit dem Begriff  "Sekte", nur 26 Prozent sehen sie als Kirche. 41 Prozent konnten gar keine Antwort darauf geben (vgl.nak-nrw ).

Christian Ruch schreibt im aktuellen Materialdienst der EZW 1/2010: 
"Dieses Ergebnis muss für die NAK alarmierend sein: Fast drei Viertel der Befragten kennen sie entweder nicht oder sehen sie sogar als Sekte."

Auch Bezirksapostel Armin Brinkmann konstatiert:
"Die Ergebnisse zeigen, dass die Neuapostolische Kirche zwar vom Namen her vielen bekannt ist, aber sich nur wenige zutrauen, Angebote, Inhalte und Profil unserer Kirche zu beurteilen" und "Hier bestehe deutlicher Handlungsbedarf".

Doch darüber ist in der Kirchenzeitschrift nichts zu lesen. Auch das Verdrehen der Wahrheit und das Verschweigen von Tatsachen ist lügen. Ein christliches Verlagshaus sollte das nicht nötig haben.

"Die Kirche muss vor allem anderen ein Interesse daran haben, dass durch die verschiedenen Medien möglichst kompetent, ehrlich und sachgerecht über ihr Leben und Wirken berichtet wird. Mit Hofberichterstattung oder ideologisch voreingenommener Informationsvermittlung (gleich welcher Couleur) ist ihr und ihrer Botschaft nicht wirklich gedient. Diese Sachlichkeit und Wahrheitsliebe muss sie von ihren eigenen Medien verlangen und kann sie von nichtkirchlichen Medien einfordern, mit allen auch unangenehmen Konsequenzen"

(Zitiert aus: "Das freie Wort. Mediale Kommunikation in der Kirche", Ulrich Ruh, "MedienWirklichkeiten - 50 Jahre Wort und Antwort")

*   *   *

  1. Forsa-Umfrage bestätigt der Neuapostolischen Kirche (NAK) Sekten-Image (CiD)

  2. Forsa Studie (NAK)


Antwortschreiben

der Redaktion "Unsere Familie" durch den Redakteur (Name) K.E. vom 8. Februar 2010

Lieber Bruder Ott,

zunächst entschuldigen Sie bitte die verspätete Antwort auf Ihre E-Mail vom 23. Januar 2010.

Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, dass das offizielle Organ der Neuapostolischen Kirche die Wahrheit verdreht oder Tatsachen verschweigt.

Sie haben vollkommen Recht, dass die von Ihnen genannten Positionen in unserer kleinen nachrichtlichen Meldung in der „Unsere Familie“- Ausgabe vom 20. Januar 2010 - nicht berücksichtigt wurden. Wir können Ihnen auch versichern, dass dies nicht der Stil unseres Hauses ist. Wir werden entsprechend eine Korrektur vornehmen und werden die Zahlenangaben richtig stellen. Hier ist ein Fehler in der Recherche unterlaufen. Das darf eigentlich nicht vorkommen, aber auch solche Fehler passieren trotz mancher Kontrollen.

Es soll uns ein Ansporn sein, in Zukunft unsere Arbeit noch genauer und kritischer zu kontrollieren.

Wir danken für Ihren Hinweis und bitten nochmals um Entschuldigung, dass wir hier einen falschen Eindruck erweckt haben.

[...]

Mit freundlichen Grüßen,

(Name, Redaktion) 

 

 
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