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Geschrieben von Esther Vietz   
Freitag, 9. Februar 2007


Papst sieht die Fokolar-Bewegung als Geschenk des Heiligen Geistes

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Nach einem Bericht auf zenit.org vom 08.02.2007 gab der Papst am selbigen Tage eine Audienz für die Bischöfe, die der ökumenischen Fokolar-Bewegung und der Gemeinschaft Sant'Egidio nahe stehen.

Die Fokolar-Bewegung gehört zu den neuen geistlichen Aufbrüchen, die in den letzten 60 Jahren aus den christlichen Kirchen hervorgegangen sind. Sie ist 1943 in Trient (Italien) entstanden und mittlerweile in mehr als 180 Ländern der Welt vertreten.
Ihr Ziel ist, den Geist der Geschwisterlichkeit und der Einheit verstärkt in Kirche und Gesellschaft, in alle Bereiche des menschlichen Lebens hineinzutragen.
Neben dem Engagement in der Ökumene setzt sich die Fokolar-Bewegung unter anderem besonders für einen Dialog unter den Religionen ein. Menschen ohne einen religiösen Bezug finden Zugang durch den gemeinsamen Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit.

Das Wort "focolare" kommt aus dem Italienischen, heißt so viel wie Herdfeuer und ist Synonym für die Wärme und Geborgenheit einer Familie. So nannte die Trienter Bevölkerung die erste Gruppe um die Gründerin Chiara Lubich.
Ein neuer Lebensstil, geprägt vom Geist der Geschwisterlichkeit, hat sich seit dem Beginn 1943 daraus entwickelt.
Weltweit zählt die Fokolar-Bewegung heute rund 140.000 Mitglieder, schätzungsweise 5 Millionen Menschen stehen mit ihr in Verbindung.

Der Papst hob hervor, dass die Nähe der Bischöfe zu den neuen geistlichen Bewegungen zugleich die Vitalität dieser neuen Form des Zusammenschlusses sowie die Gemeinschaft unter den Charismen widerspiegle, die ein „charakteristisches Zeichen der Zeit“ seien. Der Papst grüßte vor allem Chiara Lubich (87), die Gründerin der Fokolare, der er seinen Segen und seine Glückwünsche übermittelte und lobte die Brüderlichkeit, die die Bischöfe unter dem Antrieb der Ideale, die die Bewegungen verbreiten würden, an den Tag legten und die die „Gemeinschaft der Herzen“ immer mehr vertiefe. Wie Johannes Paul II., so bekräftigte auch Benedikt XVI., dass er die neuen Bewegungen als ein „von der Vorsehung gestiftetes Geschenk des Heiligen Geistes“ betrachte. Kennzeichnend für die neuen Bewegungen sei nach Papst Benedikt der missionarische Geist, der gerade für eine relativistische Kultur von großer Bedeutung sei, da er doch auf die verbreitete Sehnsucht nach Spiritualität Antwort gebe. Diese Bewegung beschreite dabei Wege der Ökumene und des interreligiösen Dialogs.

Nach der Milieustudie von Prof. Norbert Ebertz neigt besonders der Milieu-Stamm der [->]Postmateriellen zur "ökumenischen Geschwisterlichkeit".
So erstaunt es auch nicht, dass es unter neuapostolischen Christen auch AnhängerInnen der Fokolar-Bewegung gibt.

Quellen:
http://www.zenit.org/ (Text vom 08.02.07) und 
http://www.fokolar-bewegung.de/
Französische und italienische Seite der Fokolarbewegung [->]: 
http://www.fokolar-bewegung.ch/

 
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